BOTSCHAFT VON RUMÄNIEN
in der Bundesrepublik Deutschland

Bilaterale Beziehungen

Kulturelle Beziehungen

Überblick

Die kulturellen Beziehungen zwischen den Fürstentümer Rumäniens und einigen deutschen Ländern gehen viel weiter vor der Aufnahme der politischen Beziehungen zurück. 1714 wurde Dimitrie Cantemir Mitglied der Berliner Akademie. Im Auftrag dieser Akademie schrieb er „Die Geschichte des Osmanischen Reiches“ und Descriptio Moldaviae". 1788 schuf der siebenbürgische Schriftsteller I. Molnar-Piuariu die "Deutsche-Wallachische Sprachlehre". Der Schriftsteller I. Budai-Deleanu  verfasste ein rumänisch-deutsches Wörterbuch. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahm der Einfluss der deutschen Kultur und Literatur zu. In dieser Zeit erschienen mehrere Übersetzungen ins Rumänische aus der deutschen Literatur z. B. „Der blinde Gärtner“ von Kotzebue, "Don Carlos" und "Die Räuber" von Schiller, „Die Leiden des jungen Wethers” von Goethe.  

Viele rumänische Persönlichkeiten haben in Berlin oder in anderen Universitätsstädte Deutschlands studiert oder gelebt, wie Mihail Kogălniceanu, Titu Maiorescu, Petre Carp, Theodor Rosetti, Vasile Pogor usw. Mihai Kogălniceanu studierte 1835-1838 in Berlin und war tief beeindruckt von den Berliner Debatten, wie seine Briefe nach Hause in eindrücklicher Weise dokumentieren. Er hat eine der ersten Studien in deutscher Sprache zur rumänischen Sprache und Literatur ("Rumänische oder wallachische Sprache und Literatur") verfasst. Titu Maiorescu, ein weiterer wichtiger rumänischer Politiker und eine kulturelle Persönlichkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, hat sein Doktorstudium in Giessen abgeschlossen. Mihai Eminescu, der größte rumänische Dichter, hat in Berlin studiert (1872-1874) und sein Werk wurde stark von Schopenhauer beeinflusst. Ion Luca Caragiale, der wichtigste rumänische Dramatiker, lebte und starb in Berlin (1904-1912). Sergiu Celibidache, ein bekannter rumänischer Dirigent, hat in Berlin studiert und war von 1945 bis 1952 Hauptdirigent in der Berliner Philharmonie. Von 1979 bis zu seinem Tod war er Musikdirektor der Münchner Philharmonie.

 

Bilaterale Kulturbeziehungen

Die rumänisch-deutschen Kulturbeziehungen haben sich seit 1989 wiederbelebt und infolge der Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien über freundschaftliche Zusammenarbeit und Partnerschaft in Europa (1992) verstärkt. Weitere Abkommen zwischen Rumänien und Deutschland im kulturellen Bereich sind:

- Vereinbarung Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland über die Entsendung deutscher Professoren nach Rumänien (1991);

- Abkommen zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland über die kulturelle Zusammenarbeit (1995)

- Abkommen zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland über die schulische Zusammenarbeit (1996)

Zur Entwicklung der bilateralen Kulturbeziehungen haben die gemischten rumänisch-deutschen Regierungskommissionen und ihre Unterkommissionen eine wichtige Rolle gespielt, welche die gemeinsamen kulturellen Interessen der beiden Länder fördern.   

Kulturzentren:

· Das Goethe Institut (seit 1979 in Rumänien tätig);

· Das Rumänische Kulturinstitut in Berlin (seit 1999);

· Die deutschen Kulturzentren in Temeswar, Klausenburg, Kronstadt, Hermannstadt und Iaşi;

· Das Institut für Außenbeziehungen (ifa).

Derzeit lernen in Rumänien rund 19.000 Schüler an Schulen mit Deutsch als Muttersprache. Im Rahmen des Lehrerentsendeprogramms sind derzeit 30 Lehrer aus Deutschland an rumänischen Schulen eingesetzt. Am Goethe-Kolleg in Bukarest und am Lenau-Lyzeum in Temeswar gibt es deutsche Spezialabteilungen, wo die Schüler, neben dem rumänischen Abitur, auch das deutsche erwerben können.

Der Austausch zwischen den beiden Ländern hat sich ständig in den letzten Jahren entwickelt. Die Zahl der Schul- und Universitätspartnerschaften wächst konstant. Mehr als 3000 rumänische Studenten studieren jährlich an deutschen Universitäten und gleichzeitig immer mehr Deutsche studieren an rumänischen Hochschulen. An den rumänischen Universitäten gibt es unterschiedliche Studiengänge in deutscher Sprache z. B. Universitatea „Politehnică” Bucureşti, Academia de Studii Economice Bucureşti, Universitatea „Babeş-Bolyai” Cluj-Napoca, Universitatea Tehnică Cluj-Napoca, Universitatea „Lucian Blaga” Sibiu, Universitatea de Vest Timişoara, Universitatea „Politehnică” Timişoara. Eine Reihe von rumänischen Universitäten verfügen über Lehrstühle der Germanistik. 

Derzeit sind in Rumänien 30 Lektoren aus Deutschland an verschiedenen Universitäten tätig.

In Deutschland sind rumänische Lektoren an der Humboldt Universität zu Berlin, Universität Regensburg, Universität Heidelberg und Universität Leipzig tätig.    

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